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Das Allerallerletzte

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adams aal (a tribute to ernst jandl)
adams aal planscht
adam lacht: ja aal ja adams aal strahlt
adam mag schnaps adam pafft gras adam schwankt adam zankt adams aal bangt
platsch platsch adam jagt angst adams aal kackt bamm
adams aal war mal
adam (an adams aals grab): am arsch

Die schlafenden Felsen der Finnmark - ein Besuch an den Felszeichnungen von Alta

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Wir sind in Alta, mitten in der Finnmark, der nördlichsten Provinz Norwegens. Es ist einsam hier, denn auf einem Quadratkilometer leben nur fünf Menschen. Vom Fjord her weht ein eisiger Wind über unsere Wollmützen hinweg. Hier gibt es keine Boutiquen, keine Kaffeebars und keine Hipster. Nur Natur. Rau und wild, unbarmherzig und kalt. Und Felsen, schutzlos in Wind, Sonne, Regen und Frost. Man ist weit weg von Shopping-Zentren, Mode und Kunst. Nicht aber von Kultur. Auch nicht von Geschichte. Die kleine Stadt – hier leben nur ca. 12.000 Menschen – beherbergt die größte Konzentration an Felszeichnungen in Nordeuropa.

Blogparade: Mein absurdestes Reiseerlebnis

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Absurd. Grotesk. Bizarr. Eigenartig. Witzig. Strange... Für meine erste Blogparade  suche ich eure absurdesten Reiseerlebnisse!

10 Bücher ohne die ich nicht auf eine einsame Insel fahre

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Letztens konnte ich nicht schlafen. Stress? Psychische Probleme? Senile Bettflucht? Die Ursachen können da vielfältig sein. Dabei herausgekommen ist jedenfalls eine Liste von zehn Büchern, ohne die ich mich nicht auf eine einsame Insel begebe. Da kann das Wasser noch so blau und der Sand noch so weiß sein.

Warum CO2 schädlich für das Klima ist

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Verglichen mit den anderen wichtigen Bestandteilen der Luft ist der Anteil an Kohlenstoffdioxid (CO2) in der Erdatmosphäre verschwindend gering. Er beträgt gerade einmal 0,04 Prozent. Verglichen mit Sauerstoff (ca. 21%) und Stickstoff (ca. 78%), den Hauptbestandteilen der Luft, ist das beinahe nichts. Wie kann es sein, dass sich dieser unfassbar geringe Anteil, so schädlich auf unser Klima auswirkt?

Scheiß die Wand an, is' dat groß!

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Es ist ein typischer Dezembertag im Ruhrgebiet. 12 Grad. Grau. Regen. Kein Tag eigentlich für einen Besuch auf einem Weihnachtsmarkt. Egal auf welchem. Ich stehe trotzdem auf einem und glotze befremdlich auf ein Schild. Alle Jahre wieder behauptet dieses Schild ganz dreist der Weihnachtsbaum zu dessen Füßen man es angebracht hat, sei der größte der Welt. Und ich denke mir: „Es muss doch irgendwo einen [unweihnachtliches Schimpfwort] Weihnachtsbaum geben, der größer ist als der hier!“ Mal im Ernst: In New York oder in London stehen doch bestimmt auch sehr, sehr große Weihnachtsbäume.

Mehr Freiheit wagen

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Als der Kipplaster neben mir hält blicke ich in zwanzig bärtige Gesichter. Mit tiefen dunklen Augen blicken sie mich an. Die Haare vom Wind zersaust stehen die Männer auf der Ladefläche des Lasters. Zwischen ihnen ein Boot, dass die besten Tage schon hinter sich hat. Erstaunlich behende springt einer der älteren herunter und kommt auf mich zu. Alle anderen tun nichts. Kein Lachen, kein Kichern, kein Flüstern. Nicht einmal das Ziehen an einer Zigarette. Wären nicht die Krabben, die sich auf dem weißen Sand in ihrer ganz eigenen und eigenartigen Choreographie vor und zurück bewegen, man könnte meinen, die Zeit sei stehengeblieben.

Eine Nacht bei den Rentieren

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Manchmal hat es auch Vorteile, wenn man keinen geeigneten Campingplatz findet. Wir befinden uns auf der E6, etwa 50 km südlich von Alta. Schon seit einiger Zeit halten wir Ausschau nach einem geeigneten Platz zum Übernachten. Aber alle Campingplätze, die wir anfahren, sind entweder geschlossen oder nicht geeignet. Zu nass. Oder zu gruselig. Plätze zum Wildcampen? Ebenfalls Fehlanzeige.

Regen - nach langer Zeit

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Zugfahrt mit einer Flüchtlingsfamilie
„Es bedeutet: der Regen.“ Der junge Mann neben mir sieht mich an, lächelt. Mit seinen nach hinten gegelten schwarzen Haaren und seinem akkurat getrimmten Vollbart, hat er große Ähnlichkeit mit Sami Khedira. Dann sagt er: „Naja, nicht wirklich der Regen. Eher: Regen nach langer Zeit.“

Mautstraßen in Norwegen

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Wenn man in Norwegen unterwegs ist, kommt um die Benutzung von Mautstraßen nicht herum. Das ist allerdings weder kompliziert noch sonderlich aufregend. Wie die Bezahlung für Privatfahrzeuge mit einem Gewicht von weniger als 3,5 Tonnen funktioniert wird unten erklärt. Für schwere und gewerblich genutzte Fahrzeuge wie LKW oder Busse, gelten gesonderte Bestimmungen.

Die Physik des Pfeileverschießens

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Kennt ihr das? Man hat sich in mühevoller Kleinarbeit aus Holz und Gummizug einen Flitzebogen gebaut, stundenlang den Pfeil angespitzt und steht jetzt in Nachbars Garten, Pfeil und Bogen auf ein Huhn gerichtet. Dann lässt man den Bogen los, der Pfeil saust durch die Luft und trifft... so ziemlich alles, nur nicht sein Ziel. Und das, obwohl das Huhn nur einen Meter entfernt stand. Robin Hood für Arme. Für ganz Arme!

Islamistisch-bolschewistische Weltverschwörung

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Das Schönste am Abendland ist seine Verlässlichkeit. Regelmäßig steht sein Untergang bevor. Es ist so schlimm, dass man es mit der Angst zu tun bekommen könnte. Was hatten wir nicht schon alles. Griechenland, Bankenkrise und Vogelgrippe sind da nur die Spitze des Eisbergs. Nun hat aber das CERN bis heute noch kein einziges schwarzes Loch produziert und auch der Euro – in den späten 90er Jahren immerhin viermal in Folge Top Bedrohungsszenario des deutschen Volkes – hat es nicht geschafft. Kann sich noch jemand an das Jahr-2000-Problem erinnern? Eben. Jeden Morgen mache ich das Fenster auf und das Abendland ist noch da. Man glaubt es gar nicht.

Fast echte Wikinger zum Anfassen

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Sabine von reisespatz.de hat unter dem Motto: Die besten Reiseziele für Familien in Europa zu einer Blogparade aufgerufen und weil das thematisch gerade passt, werde ich mit diesem Post daran teilnehmen. Der beste Ort zum Verreisen mit Kindern ist für mich ein Wikingermuseum in Nordnorwegen.

"Gerüchte über meine Assimilierung sind stark übertrieben." [Jean-Luc Picard]
Borg. Nicht die Borg. Auch nicht der Björn, und schon gar nicht der Andy. Einfach nur Borg. So wie es ja auch Tiffanys heißt und nicht Die Tiffanys. Heinz Strunk Leser wissen das. Nun ist Borg aber weder eine Tanzkapelle, noch eine Gruppe kybernetischer Wesen aus der Zukunft, sondern ein Ort auf den Lofoten, der auch noch ein tolles und unfassbar kinderfreundliches Wikingermuseum sein Eigen nennt.

Drei Sorten Wurst - mit Käse überbacken

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Manchmal ist das ja so: da strandet man irgendwo und hat noch Hunger. Mal ist man dann besoffen. Mal nicht so. Ich bin in Münster und folge dem Tipp eines Bekannten zu einem Laden namens Kumru. Der Laden liegt gemütlich umsäumt von anderen Fast Food Geschäften. Die meisten davon geben vor auf ihrem Gebiet König zu sein. Kumru nicht. Ein sympathisch schlichtes Schild. Grüne Schrift auf weißem Grund. Das ist alles.

Anglerlatein

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Wer glaubt, Latein sei eine tote Spache, der täuscht sich. Und zwar gewaltig! In den Unterformen des Jäger- und Anglerlateins ist sie nach wie vor quicklebendig. Das Gute am Anglerlatein ist, dass man nicht stundenlang in staubigen Bücherstuben sitzen muss, um Grammatik zu pauken, während der Rest der Welt sich anderweitig die Zeit vertreibt. Mit Fußball und Heavy Petting zum Beispiel. Man spricht es, sobald man auch nur einmal eine Angelrute in der Hand hatte. Und zwar fließend! Es ist also an der Zeit, dass ich hier auch mal welches verzapfe.

Septemberregen

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Alles verfällt, nicht nur die Mona-Lisa. Gebäude, Menschen. Alles, ohne Ausnahme. Die Frau, die in der Nähe des Bahnhofs an mir vorbei läuft, verfällt auch. Unübersehbar beschleunigt. Durch was? Ihr Alter ist schwer zu schätzen und ihr Blick zieht sich an mir hoch. Dann ist sie an mir vorbei.

Zum Polarkreis und darüber hinaus

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Der 17. Mai in Norwegen

Es ist einsam, als wir von unserem Übernachtungsplatz im Nirgendwo wieder zurück auf die E6 rollen. Noch einsamer als sonst. Es dauert über eine halbe Stunde bis uns ein Auto entgegenkommt. Wir durchqueren vereinzelte Dörfer, die wie verlassen in der Frühlingssonne liegen. Fast könnte man meinen, wir wären allein auf der Welt. Aber nur fast, denn an jedem Haus – wirklich an jedem – hängt an diesem Tag die norwegische Fahne. Es ist der 17. Mai, norwegischer Nationalfeiertag.

The end of the world

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It was a beatiful day in spring when my father and I climbed the small hill right behind our village. The sun was already quite warm and made us sweat. Standing on top of the hill we enjoyed the look over the surrounding landscape of villages and potatoe fields. I remember turning my head and looking at a line of trees, green and tall forming the horizon in that very direction. "What's behind those trees?" I asked pointing my finger West. "It's the end of the world." My father replied. "As we know it."

Das erste Mal

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Man stellt sich das ja immer ganz romantisch vor. Am Strand vielleicht. Das Rauschen des Meeres, das einen vollständig umfängt und der Wind der sacht durch die Palmen streicht. Am Himmel funkeln die Sterne und man selbst liegt im weichen Sand, der sich immer noch warm gegen die nackte Haut anfühlt. Vielleicht ist auch der Mond mit von der Partie und lugt verstohlen hinter einer Wolke hervor... Wie dem auch sei, am Ende kommt es ja häufig doch ganz anders. Zum Beispiel, weil noch ein halber Meter Schnee liegt. (Na Bravo!)

Trondheim

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Ein Königreich für eine Decke 
Trondheim. Nach Göteborg die zweite größere Stadt, die wir anlaufen. Mittlerweile wird es nachts nicht mehr komplett dunkel und obwohl es nicht so richtig kalt ist - etwa sieben oder acht Grad - frieren wir uns den Allerwertesten ab. Grund ist ein strammer und kalter Wind, der vom Meer her in die Stadt weht. Auf unserem Weg durch die Stadt schieben wir Emil im Kinderwagen vor uns her. Nach dem dritten oder vierten norwegischen Kind, dass dick eingepackt an uns vorbei gerollt ist, fragen wir uns, ob es eine gute Idee war den Fußsack zuhause zu lassen.

Blaubeerkaffee vom Dromedar
Nachdem wir mit dem Bus in die Stadt gefahren sind, schlendern wir zunächst durch die kleinen, von Holzhäusern gesäumten Gassen an der Nidelva.
An einem kleinen Coffeeshop mit Namen Dromedar Kaffebar erstehen wir erstmal einen Kaffee. Meiner ist stilecht aus der Thermoskanne und wird vom Barrista als eine ganz besondere Röstung mit Blaubeeraromen angepriesen. In den USA hatte ich…

Die Papiertaschentücher des Bösen

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Es geht nach Rom. Von Düsseldorf über München. Eigentlich alles kein Problem. Man steigt in das Flugzeug ein und wenn da ist wieder aus. So einfach ist das. Jedenfalls fast, denn schon in Düsseldorf wird es seltsam.
Bei den Sicherheitskontrollen habe ich nichts Metallisches dabei. Trotzdem: rechten Fuß hoch. Linken Fuß hoch. Und dann das:
„Legense ma' bitte ihre Taschentücher in 'ne Box.“ „Bitte was?“ „Legense ma' bitte ihre Taschentücher in 'ne Box.“
Schon die Nazis haben schlüssig bewiesen, dass es eine gute Idee ist, Versager in eine Uniform zu stecken, und sei es nur die vom Sicherheitsdienst am Flughafen. Und so fährt dann eine Packung Taschentücher einsam und allein durch das Röntgengerät. Absurd. Besonders weil sich niemand für meinen Playmobilterroristen interessiert.

 In Rom: Raus aus dem Flieger und am Gepäckband angestanden. Und das Gepäck kommt... nicht.  Am zuständigen (oder auch nicht, wer weiß...) allitalia Schalter steht eine Traube aufgebrachter Italien…

Auf der Atlantikstraße

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Hinter Lillehammer schieben wir uns die E6 hinauf. Die Landschaft wird immer karger. Kaum ist man mal 10 Minuten bergauf gefahren, schon sagt der Frühling auf Wiedersehen und der Winter streckt einem frech die Zunge heraus. An den Bäumen ist kein einziges Blatt. Nicht der Hauch von Grün. Kahl und grau biegen sich die Birken im Wind.
Als wir Domb&arings erreichen verlassen wir die E6 und fahren durch das Romsdal. Bereits morgens bei der Abfahrt haben wir eine Gruppe Elche gesehen. Allerdings haben wir sie zunächst für Pferde gehalten. Hässliche Pferde. Wirklich sehr, sehr hässliche Pferde.


Von hinten plärrt uns das Känguru sozialistische Parolen entgegen, als wir durch das verregnete Romsdal rollen. Am Fenster zieht die morastige Landschaft vorbei und es passiert... nichts. Nach dem stressigen Beginn unserer Tour ist das irgendwie angenehm. Es herrscht auch kaum Verkehr. Nur ab und zu begleitet uns ein rotes Auto der norwegischen Post. Birte fährt und ich habe de Füße auf das Arm…

They never come back

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Lillehammer. Genauer gesagt: Lillehammer 1994. Februar. Olympische Spiele. Skispringen. Großschanze.
Ein Mann in einem absurden hell-orange-weißen Springeranzug klettert auf den Balken. Er richtet seine Brille. Der Blick ist starr nach vorn gerichtet. Automatismen nehmen ihren Lauf. Er stößt sich ab. Die Ski parallel in der vereisten Spur gleitet er den Anlauf hinab.
Dann der Absprung: kräftig. Dynamisch. Die Ski in einem weiten V steht er in der Luft.
Der Mann der da fliegt, ist nicht irgendwer. Er ist dreifacher Weltmeister und hat bereits dreimal die Vierschanzentournee gewonnen. Man könnte von einem ganz Großen auf der Schanze sprechen, aber er ist mehr als das. Er ist ein nationales Heiligtum meines Heimatlandes. Olympiasieger war er auch schon. Aber das ist lange her. Das war noch im Parallelstil, damals in... äh... ja wo eigentlich?
Ich stocke. Dann gehe ich die Orte der letzten olympischen Winterspiele durch. Rückwärts und chronologisch. Verdammt!
„Sapporo.“, murmele ich le…

Das ist Schweden

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Als ich im Daftö Camping Resort morgens aus dem Wohnmobil hüpfe, blinzelt die Sonne verlegen durch den Dunst. Einzelne Nebelschwaden erheben sich aus der trägen Ostsee. Die Luft ist kalt und klar. Ich kann meinen Atem sehen. Aber irgendwas ist anders. Nur was? Ich halte die Nase in die Luft. Nichts.
Das Gras vielleicht? Ich gehe in die Hocke und streiche mit der Hand darüber. Wie immer. Grün, kalt, feucht, moosig. In einiger Entfernung gesellt sich eine Elster zu mir und beobachtet mein Tun. Ich halte inne und schaue den Vogel an. Der schaut leicht schräg über den Schnabel zurück (wie Elstern eben gucken). 
„Wahrscheinlich“, denke ich. „Sieht das ganz schön bescheuert aus.“
Verstört beginne ich mit dem Abbau. Zuerst der Strom. Stecker ziehen, Kabel rollen und dann alles genau so im Kofferraum verstauen, wie man es entnommen hat. Alles andere führt unweigerlich zur Katastrophe.
Dann ist der Hochstuhl dran. Sorgsam die Beine abbauen. Eines der Beine in der Hand umrunde ich das Wo…

Die Felszeichnungen von Tanum

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Preiselbeeren sind Teil des Problems, nicht der Lösung
Urlaub in Schweden ist wie ein Besuch bei ikea, denke ich, komme dann aber nicht so richtig weiter. Also mit Denken. Das liegt daran, dass mich stereotype Situationen immer überfordern. Wenn zum Beispiel amerikanische Familien am Straßenrand stehen und auf Blechdosen schießen, oder Asiaten mit zehn Köpfen Chinakohl unterm Arm aus dem Biomarkt kommen, dann macht mich das tendenziell etwas ratlos. Also von vorn: Schweden ist wie eine Portion Köttbullar... [Was mit Pommes] ... Nee, auch nix. Ich gucke frustriert auf meinen Teller. Preiselbeeren. Warum in aller Welt Preiselbeeren?

Eine gründliche Inspektion unseres Gepäcks hat ergeben, dass folgendes fehlt: ein Teekessel, eine Kasserolle und eine Tasse. Eine aus Porzellan. Seit über einer Woche schlürfe ich meine Heißgetränke aus einem Melaminbecher. Das ist als würde man aus einem Zahnputzbecher trinken. Immer. Das ist furchtbar. Wie furchtbar? Ganz furchtbar. Wirklich ganz, ganz, ga…