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So findest du den optimalen Stellplatz für dein Wohnmobil



Reisen mit dem Wohnmobil wird immer beliebter. Aber auch wenn man mit dem WoMo unterwegs ist, muss man am Ende des Tages irgendwo übernachten. Nicht in allen Ländern ist freies Stehen erlaubt und so bleibt einem nichts Anderes übrig, als einen Stellplatz aufzusuchen. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Stellplätze oft erheblich. Und zwar nicht nur was Lage und Ausstattung angeht, sondern natürlich auch im Preis.

Aber wie findet man einen geeigneten Stellplatz? Im Grunde gibt es sechs Möglichkeiten: große Internetportale, Stellplatzbeschreibungen auf Blogs und privaten Webseiten, Mundpropaganda, Reise- bzw. Stellplatzführer, Touristeninformationen und das Navi. Dabei hat jede dieser Möglichkeiten ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile, die wir dir in diesem Artikel ein wenig näherbringen wollen. Wir hoffen dieser Post hilft dir bei der Auswahl des richtigen Stellplatzes und wünschen viel Spaß beim Lesen.

Stell- oder Campingplatz?


Stellplätze unterscheiden sich zum Teil erheblich von Campingplätzen. Oft sind sie kleiner und das Übernachten ist nur für Wohnmobile gestattet. Häufig bieten sie auch weniger Komfort. Duschen und Toiletten beispielsweise sind auf Wohnmobilstellplätzen unserer Erfahrung nach eher die Ausnahme. Möglichkeiten zur Entsorgung von Abwasser und zur Leerung des Fäkalientanks sind allerdings in den meisten Fällen vorhanden. Stellplätze sind, außer in Großstädten und an sehr beliebten Zielen, häufig kleiner und bieten dementsprechend auch weniger Trubel. Und billiger sind sie in der Regel auch.

Stromanschlüsse sind nicht auf allen Stellplätzen vorhanden. Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil, denn erfahrungsgemäß reicht es aus, wenn die Batterien alle paar Tage einmal komplett aufgeladen werden. Und schließlich verfügen die meisten Wohnmobile über eine Anzeige, auf der du den aktuellen Ladzustand der Batterie überprüfen kannst.

Dann gibt es doch eigentlich keinen Grund einen Campinglatz aufzusuchen oder? Das kommt darauf an und wir haben auf unseren Touren immer versucht eine Mischung aus beidem zu benutzen, denn die Duschen auf Campingplätzen sind schon ein wenig größer, als die im Wohnmobil.

Unser Tipp: Falls du nicht im Wohnmobil duschen, aber auch nicht zwischen all den Dauercampern auf einem Campingplatz übernachten möchtest, kannst du immer noch auf öffentliche Schwimmbäder ausweichen. Vor allem mit Kindern ist das eine gute Option. Vormittags können sich die Kleinen im Wasser so richtig austoben und den anschließenden Mittagsschlaf kannst du nutzen, um zu deinem nächsten Etappenziel zu gelangen.

Stellplätze auf großen Portalen


Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe großer Portale, auf denen die User Wohnmobilstellplätze bewerten können. Der Vorteil solcher Portale liegt auf der Hand. In den allermeisten Fällen werden die Stellplätze auf einer Karte angezeigt und du bekommst einen guten Überblick über die Anzahl und Lage von Stellplätzen in einem Land oder einer Region. Aufgrund der hohen Anzahl an Nutzern, ist die Bewertung der Stellplätze durchaus objektiv. Das gilt allerdings nur dann, wenn eine bestimmte Anzahl an Bewertungen überschritten wird.

Neben der Bewertung an sich, solltest du auch immer darauf achten, wie die Sterne verrteilt sind. Gibt es viele gute und wenige schlechte Bewertungen? Dann lohnt es sich nachzulesen, warum die entsprechenden User den Platz so bewertet haben. Nimm dir Zeit zumindest einige der schlechten Bewertungen zu lesen. Möglicherweise regt sich jemand über etwas auf, dass dich gar nicht stört. Vielleicht stammen auch alle guten bzw. schlechten Bewertungen aus einem bestimmten Zeitraum. Das ist in der Regel ein Zeichen dafür, dass sich die Qualität des Platzes verbessert bzw. verschlechtert hat.

Aber auch bei eher einheitlichen Bewertungen lohnt sich ein Blick in die Kommentare. Jeder User achtet auf ein anderes Detail. Dem einen ist es wichtig, dass es in der Nähe Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants gibt, während ein andere penibel die Sauberkeit des Platzes und der Einrichtungen dokumentiert. Wiederum ein anderer möchte es nachts ruhig haben oder achtet auf die Tauglichkeit des Platzes für Kinder oder Hunde. Je mehr Kommentare du liest, desto vollständiger wird das Bild des Stellplatzes in deinem Kopf. Und die Fotos, die in solchen Portalen oftmals zu finden sind, helfen natürlich auch.

Um auf einem großen Portal für WoMo Stellplätze zu landen musst du eigentlich nur google benutzen. Auf unserer Tour durch Frankreich haben wir gute Erfahrungen mit campercontact gemacht.

Stellplatzbeschreibungen auf Blogs


Da sich auch viele Reiseblogger aktiv mit dem Thema Wohnmobil auseinandersetzen, mangelt es auch dort nicht an Stellplatzbeschreibungen. Der Vorteil von Blogartikeln zu diesem Thema ist ihre Ausführlichkeit. In differenziert geschriebenen Posts werden die Vor- und Nachteile eines Stellplatzes gegeneinander abgewogen. Auf diese Weise kannst du dir ein detailliertes Bild von einem Stellplatz und oft auch gleich von der näheren Umgebung machen. Das gilt umso mehr, wenn auf dem Blog zusätzlich Fotos des Stellplatzes veröffentlicht werden. In vielen Fällen haben die Fotos auf Blogs eine bessere Qualität, als auf großen Portalen.

Auf Blogs werden oft nur einige wenige Stellplätze einer Region beschrieben. Das liegt zum einen daran, dass ein einzelner Blogger natürlich nicht alle WoMo Stellplätze in einem Land abklappern kann. Zum anderen aber auch daran, dass viele Blogger eine subjektive Auswahl treffen, welchen Stellplätzen sie einen Blogartikel widmen. So gibt es eine ganze Reihe an Artikeln, welche die jeweils schönsten Stellplätze eines Landes vorstellen oder sich speziell auf kostenlose Plätze konzentrieren.

Blogs eignen sich also kaum, wenn du dir einen Überblick über Stellplätze in einer bestimmten Region verschaffen möchtest. Auf den ersten Blick scheint das ein Nachteil zu sein. Aber ist das wirklich so? Nicht unbedingt, denn ein Großteil der Reise- und Wohnmobilblogs ist nicht auf Stellplätze spezialisiert und berichtet auch über Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Durch das Stöbern in Blogs findest du also nicht nur tolle Stellplätze, sondern womöglich ein paar echte Geheimtipps.

Eine (unvollständige) Liste mit Links zu Stellplatzbeschreibungen auf Blogs findest du am Ende dieses Posts.

Andere Camper und Touristeninformationen


Andere Camper können eine wahre Goldgrube für tolle Stellplätze sein, besonders dann, wenn sie schon länger auf diese Art reisen. Wenn man du an einem Stellplatz mit deinen Nachbarn etwas länger ins Gespräch kommst, bekommst du fast immer den ein oder anderen Tipp, wo du gut übernachten kannst. Besonders wertvoll an diesem direkten Austausch mit anderen ist, dass du einfach nachfragen kannst, wenn dich etwas besonders interessiert.

Auch Touristeninformationen solltest du nicht unterschätzen. Egal ob du zufällig an einer vorbeikommst oder diese direkt aufgesucht hast, frag einfach nach schönen Wohnmobilstellplätzen in der Nähe. Mit etwas Glück landest du auf diese Weise einen echten Glücksgriff. Sei aber nicht allzu enttäuscht, wenn es nicht klappt, nicht jeder der in einer Touristeninformation arbeitet, ist auch WoMo-Enthusiast ;-). 

Reise- und Campingführer


Manchmal scheint es, als würde das gute alte Buch sein Dasein nur noch im Schatten der elektronischen Medien fristen. Und im Falle der Reise- und Campingführer ist das wohl tatsächlich so. Trotzdem ist es empfehlenswert zumindest eines von beidem im Handschuhfach zu haben. Zwar bieten diese Bücher in den meisten Fällen nur Kurzbeschreibungen und eher subjektive Bewertungen, aber es kann immer sein, dass du in einer Gegend landest in der die Bandbreite zu gering ist, um das Internet sinnvoll nutzen zu können.  Der wohl bekannteste Stellplatzführer ist der des ADAC.

Das Navi


Um es vorweg zu nehmen, von allen Möglichkeiten einen Platz für die Nacht zu finden, ist das Navi die schlechteste.  Oft werden nur große Plätze angezeigt und einen echten Geheimtipp wirst du dort nicht finden. Warum sollst du dich also überhaupt damit befassen? Stell dir folgende Situation vor. Du bist den ganzen Tag gefahren und hast das Ziel deiner Tagesetappe trotzdem noch nicht erreicht. Vielleicht gab es einen Stau oder andere Unannehmlichkeiten die deine Reise verzögert haben. Du bist müde. Du hast Hunger. Vielleicht hast du auch noch ein quengelndes Kind auf der Rückbank. Alles was du willst ist anhalten. Und zwar jetzt.

Genau das ist der Moment in dem die POI Suche in deinem Navi zum Lebensretter wird, trotz aller Nachteile der dort aufgeführten Plätze. Einfach im Navi nach einem Stellplatz suchen, anhalten, sich ausruhen und am nächsten Tag entspannt weiterfahren.

Das waren unsere Tipps zum Finden von Wohnmobil-Stellplätzen. Wir hoffen sie sind für dich hilfreich und gestalten deine Tour mit dem WoMo noch entspannter, als sie ohnehin schon ist. Wenn dir der Artikel gefallen hat, freuen wir uns über einen Kommentar oder wenn du ihn mit deinen Freunden teilst. Auch weitere Tipps kannst du gern als Kommentar posten. Wir freuen uns auf dein Feedback!

Links


  • Tolle Stellplätze entlang der französischen Atlantikküste findest du z.B. bei isaswomo.de (hier findet ihr auch Stellplätze in anderen Ländern)
  • Bei Cool Camping Wohnmobil findet ihr eine ganze Reihe an Berichten zu Stellplätzen, unter anderem zu Plätzen in Estland, Lettland und Finnland
  • Stellplätze, die auch für den Aufenthalt mit Kindern gut geeignet sind, findest du bei outdoorkid.de
  • Auf Unser WoMo Blog findest du Beschreibungen von Stellplätzen in Deutschland
  • Auf womoknipser.de Infos zu Stellplätzen in Norwegen, Schweden, Deutschland, Frankreich und Dänemark

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Interessierst du dich für weitere Posts rund ums Reisen mit dem Wohnmobil? Dann gefallen dir sich auch unsere Tipps zur Reiseplanung und zum Mieten eines WoMos

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