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Es werden Posts vom Oktober, 2015 angezeigt.

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Die Physik des Pfeileverschießens

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Kennt ihr das? Man hat sich in mühevoller Kleinarbeit aus Holz und Gummizug einen Flitzebogen gebaut, stundenlang den Pfeil angespitzt und steht jetzt in Nachbars Garten, Pfeil und Bogen auf ein Huhn gerichtet. Dann lässt man den Bogen los, der Pfeil saust durch die Luft und trifft... so ziemlich alles, nur nicht sein Ziel. Und das, obwohl das Huhn nur einen Meter entfernt stand. Robin Hood für Arme. Für ganz Arme!

Islamistisch-bolschewistische Weltverschwörung

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Das Schönste am Abendland ist seine Verlässlichkeit. Regelmäßig steht sein Untergang bevor. Es ist so schlimm, dass man es mit der Angst zu tun bekommen könnte. Was hatten wir nicht schon alles. Griechenland, Bankenkrise und Vogelgrippe sind da nur die Spitze des Eisbergs. Nun hat aber das CERN bis heute noch kein einziges schwarzes Loch produziert und auch der Euro – in den späten 90er Jahren immerhin viermal in Folge Top Bedrohungsszenario des deutschen Volkes – hat es nicht geschafft. Kann sich noch jemand an das Jahr-2000-Problem erinnern? Eben. Jeden Morgen mache ich das Fenster auf und das Abendland ist noch da. Man glaubt es gar nicht.

Fast echte Wikinger zum Anfassen

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Sabine von reisespatz.de hat unter dem Motto: Die besten Reiseziele für Familien in Europa zu einer Blogparade aufgerufen und weil das thematisch gerade passt, werde ich mit diesem Post daran teilnehmen. Der beste Ort zum Verreisen mit Kindern ist für mich ein Wikingermuseum in Nordnorwegen.

"Gerüchte über meine Assimilierung sind stark übertrieben." [Jean-Luc Picard]
Borg. Nicht die Borg. Auch nicht der Björn, und schon gar nicht der Andy. Einfach nur Borg. So wie es ja auch Tiffanys heißt und nicht Die Tiffanys. Heinz Strunk Leser wissen das. Nun ist Borg aber weder eine Tanzkapelle, noch eine Gruppe kybernetischer Wesen aus der Zukunft, sondern ein Ort auf den Lofoten, der auch noch ein tolles und unfassbar kinderfreundliches Wikingermuseum sein Eigen nennt.

Drei Sorten Wurst - mit Käse überbacken

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Manchmal ist das ja so: da strandet man irgendwo und hat noch Hunger. Mal ist man dann besoffen. Mal nicht so. Ich bin in Münster und folge dem Tipp eines Bekannten zu einem Laden namens Kumru. Der Laden liegt gemütlich umsäumt von anderen Fast Food Geschäften. Die meisten davon geben vor auf ihrem Gebiet König zu sein. Kumru nicht. Ein sympathisch schlichtes Schild. Grüne Schrift auf weißem Grund. Das ist alles.

Anglerlatein

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Wer glaubt, Latein sei eine tote Spache, der täuscht sich. Und zwar gewaltig! In den Unterformen des Jäger- und Anglerlateins ist sie nach wie vor quicklebendig. Das Gute am Anglerlatein ist, dass man nicht stundenlang in staubigen Bücherstuben sitzen muss, um Grammatik zu pauken, während der Rest der Welt sich anderweitig die Zeit vertreibt. Mit Fußball und Heavy Petting zum Beispiel. Man spricht es, sobald man auch nur einmal eine Angelrute in der Hand hatte. Und zwar fließend! Es ist also an der Zeit, dass ich hier auch mal welches verzapfe.

Septemberregen

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Alles verfällt, nicht nur die Mona-Lisa. Gebäude, Menschen. Alles, ohne Ausnahme. Die Frau, die in der Nähe des Bahnhofs an mir vorbei läuft, verfällt auch. Unübersehbar beschleunigt. Durch was? Ihr Alter ist schwer zu schätzen und ihr Blick zieht sich an mir hoch. Dann ist sie an mir vorbei.

Zum Polarkreis und darüber hinaus

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Der 17. Mai in Norwegen

Es ist einsam, als wir von unserem Übernachtungsplatz im Nirgendwo wieder zurück auf die E6 rollen. Noch einsamer als sonst. Es dauert über eine halbe Stunde bis uns ein Auto entgegenkommt. Wir durchqueren vereinzelte Dörfer, die wie verlassen in der Frühlingssonne liegen. Fast könnte man meinen, wir wären allein auf der Welt. Aber nur fast, denn an jedem Haus – wirklich an jedem – hängt an diesem Tag die norwegische Fahne. Es ist der 17. Mai, norwegischer Nationalfeiertag.

The end of the world

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It was a beatiful day in spring when my father and I climbed the small hill right behind our village. The sun was already quite warm and made us sweat. Standing on top of the hill we enjoyed the look over the surrounding landscape of villages and potatoe fields. I remember turning my head and looking at a line of trees, green and tall forming the horizon in that very direction. "What's behind those trees?" I asked pointing my finger West. "It's the end of the world." My father replied. "As we know it."