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Trondheim

Ein Königreich für eine Decke 


Trondheim. Nach Göteborg die zweite größere Stadt, die wir anlaufen. Mittlerweile wird es nachts nicht mehr komplett dunkel und obwohl es nicht so richtig kalt ist - etwa sieben oder acht Grad - frieren wir uns den Allerwertesten ab. Grund ist ein strammer und kalter Wind, der vom Meer her in die Stadt weht. Auf unserem Weg durch die Stadt schieben wir Emil im Kinderwagen vor uns her. Nach dem dritten oder vierten norwegischen Kind, dass dick eingepackt an uns vorbei gerollt ist, fragen wir uns, ob es eine gute Idee war den Fußsack zuhause zu lassen.


Blaubeerkaffee vom Dromedar


Nachdem wir mit dem Bus in die Stadt gefahren sind, schlendern wir zunächst durch die kleinen, von Holzhäusern gesäumten Gassen an der Nidelva.

An einem kleinen Coffeeshop mit Namen Dromedar Kaffebar erstehen wir erstmal einen Kaffee. Meiner ist stilecht aus der Thermoskanne und wird vom Barrista als eine ganz besondere Röstung mit Blaubeeraromen angepriesen. In den USA hatte ich schon mal ein Bier mit Kaffeearoma, warum also nicht auch einen Kaffee mit Blaubeeraroma?

Der Nidarosdom


Den Kaffee in der Hand, schlendern wir über eine Holzbrücke in Richtung des Doms. Das ist natürlich nicht irgendein Dom, sondern die größte Kirche in Nordeuropa und die einzige gotische Kathedrale in ganz Norwegen. In früheren Zeiten wurden hier die norwegischen Könige gekrönt.


Bereits die Front ist außerordentlich sehenswert. Jede Menge kleinere und größere Skulpturen verzieren die gesamte Vorderseite. Drinnen ist es unglaublich still. Schlanke Säulen ragen in den Himmel und enden in Spitzbögen. Die Sonne lugt durch die Buntglasfenster und selbst Emil ist ausnahmsweise mal still. Man kann nicht so richtig mit dem Finger darauf zeigen, aber der Nidarosdom ist anders, als andere Kirchen. Vielleicht liegt es daran, dass dieser weniger protzig wirkt. 



Bye, bye Ravnkloa


Nach dem Besuch im Dom, schlendern wir in Richtung der berühmtesten Fischhalle Norwegens: Ravnkloa. Dort angekommen, stellen wir allerdings fest, dass der traditionelle Fischmarkt, einer Art Delikatessenladen/Restaurant/Fischverkauf gewichen ist. Schade. Ich mochte die Atmosphäre dort. Riesige Fische auf Bergen von zerstoßenem Eis, Hummer, Garnelen, Krabben. Sogar Walfleisch konnte man dort kaufen. Und mittendrin Touristen, die das Angebot bestaunen und Norweger, die für das Abendessen einkaufen.


Anstatt über den Fischmarkt zu schlendern, essen wir in einem kleinen Cafè nebenan, das auf den Namen Kjøkkenet hört. Neben leckerem Essen (Snacks und selbst gebackener Kuchen), besticht der Laden vor allem durch seine Atmosphäre. Die Einrichtung erinnert stark an Omas Küche Ende der 70er Anfang der 80er. Eine Zeitreise.

Auf dem Rückweg zum Bus, kaufen wir noch eine Decke. Tagsüber können wir Emil darin einwickeln und nachts mich.

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 Links


Trondheim bei wikitravel. Auf der Hompage des Nidarosdoms gibt es neben allerhand Infos auch eine sehr schöne Bildergalerie.
 

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