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Wenn Mutter Natur ein Schwimmbecken aushebt...

Touristen in Las Grietas. Ne Seelöwenkolonie is' nix dagegen.

Tag fünf auf den Galapagos. Wir starten den Tag mit der morgendlichen Saftlotterie. Kennt ihr nicht? Gut dann werde ich das mal kurz beschreiben. In vielen, vielen Hotels weltweit gibt es morgens standardmäßig Orangensaft. Sollte mal mehr als eine Sorte Saft zur Auswahl stehen, sind die einzelnen Behältnisse sorgsam beschriftet, aber auch sonst kann man Apfel-, Orangen- und Multivitaminsaft eigentlich ganz gut unterscheiden.

Nun gut, jetzt sind wir aber in Ecuador. Hier wächst alles. Und wenn ich sage alles, meine ich wirklich alles. Und es wächst immer. Das führt dazu das morgens im Hotel einfach mal ein, zwei Kilo Früchte in den Mixer geworfen und dem Kunden (also uns) serviert werden. Orangensaft ist das selten und beschriftet sind die Kannen eigentlich auch nie. Dementsprechend gilt es jeden Morgen anhand der Farbe des Saftes auf die Ursprungsfrucht zu schließen (Ein inverses Problem!).

Und was wir da nicht schon alles hatten: Erdbeer, Brombeer, Tomate, Maracuja, Orange, Papaya, Babacou, Wassermelone, Kokosnuss. Die meisten schmecken hervorragend und ich weiß ehrlich gesagt nicht wie zuhause jemals wieder Saft trinken soll.

Fast wie in der Badewanne: Schnorcheln in Las Grietas.

Nach dem Frühstück beschließen wir es noch einmal mit Schnorcheln zu versuchen. Las Grietas gilt als ganz ausgezeichnet dafür. Also ab zu einem Laden und sich für 3 $ pro Person die nötige Ausrüstung geliehen. Dann einmal mit dem Wassertaxi übergesetzt und losmarschiert. Wie eigentlich alles auf den Galapagos liegt Las Grietas ein Stück weg.

Schon der Weg dahin ist interessant. Er führt an einer Anlage zur Salzgewinnung vorbei und anschließend über einen mit Lavaklumpen übersäten Weg. Gottseidank haben wir sowas antizipiert und tragen Wanderschuhe! Merke: Festes Schuhwerk ist auf den Galapagos ein Muss! Mit Flip-Flops oder Sandalen wäre man hier ziemlich oft ziemlich verloren.

So sieht eine Anlage zur Gewinnung von Meersalz aus.

Aber auch Las Grietas ist mal wieder ein spannendes Erlebnis. Mitten in der Lava gibt es eine Schlucht, etwa zwanzig Meter tief, ziemlich eng und voller Salzwasser. Quasi so etwas wie ein Schwimmbecken, ausgehoben von Mutter Natur persönlich. Und die macht ja bekanntlich keine halben Sachen. Und auf den Galapagos schon mal gar nicht.

Birte ist natürlich auch geschnorchelt.

Leider blockiert im Moment unserer Ankunft eine Tourgruppe alles und wir müssen ein bisschen warten, bis wir endlich ins Wasser können. Das ist im Übrigen seicht und überhaupt nicht kalt. Im Wasser lasse ich mich dann mit meinem Schnorchel so dahin treiben und betrachte interessiert die Lavaformationen die sich unter Wasser gebildet haben. Zu meiner Überraschung ist die Felsspalte in der ich da gerade plansche ganz schön tief. Zehn Meter mindestens. Aber ich bin sowieso unfähig die Wassertiefe zu schätzen. Könnte also auch mehr sein. Oder weniger. Aber eher mehr.

Wie ich da eine Weile so vor mich hin schnorchele, entdecke ich auch die ersten Fische. Die sind ziemlich groß, blau und lassen sich von mir beobachten. Ich mag Fische. Das Schnorcheln in Las Grietas ist natürlich nicht vergleichbar mit dem Erlebnis einer Schildkröte unter Wasser ganz nah zu kommen, aber spannend ist es allemal.

Noch mehr Galapagos


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