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Galapagos Teil 3

Um auch mal runter zu kommen von Santa Cruz haben wir eine Tour nach Isabela, der westlichsten der Inseln, gebucht. Diese organisierte Tour sollte in erster Linie eines, nämlich uns einen Eindruck von Isabla vermitteln und zwar ohne den Stress alles selbst organisieren zu müssen. Die Rechnung haben wir dann allerdings ohne den Wirt gemacht, denn eine organisierte Tour in Ecuador ist vor allem organisiertes Chaos.

Birte schließt Freundschaft.

Unsere Tour beginnt am Hafen von Santa Cruz, wo wir nicht etwa in Reisegruppen eingeteilt, sondern nach einem nicht erkennbaren System auf diverse Boote verladen. Mit denen geht's dann rüber nach Isabela. Die Wellen sind hoch, das Boot schaukelt, niemand übergibt sich. Es ist eine durchwachsene Überfahrt.

Drüben angekommen steht man dann erst einmal eine Weile dumm rum. Dann kommen Busse und verladen nach und nach einige der anderen Fahrgäste. Irgendwann ist dann außer uns und zwei Engländern auch fast keiner mehr übrig. Hm, was nun? Betrug?

Irgendwann kommt dann ein Taxi und verläd auch uns und die Engländer. In einer Art Kolonne geht es dann über die Insel. Anscheinend haben wir unsere Reisegruppe gefunden. Wir fahren zum Beispiel zur Wall of Tears einer etwa 4 Meter hohen Mauer gebaut von Häftlingen. Isabela war früher nämlich eine Sträflingskolonie. Wenn man sich vorstellt, dass es auf der Insel kein Süßwasser, kaum Essbares und ebenfalls kaum Schatten gibt, kann man verstehen warum.

Wall of Tears. Isla Isabela.

Nach der Wall of Tears fahren wir noch ein wenig über die Insel, zum Beispiel zu einer Brackwasserlagune in der Flamingos "grasen". Anschließend geht es auf eine weitere Schildkrötenaufzuchtstation. Die ist ziemlich ähnlich zur Darwin Station vom Tag davor, aber mit interessanten Erklärungen.

Nach dem Mittagessen startet dann aber das eigentliche Highlight des Tages: Eine Tour durch die Bucht von Isabela. Wir bekommen dafür auch extra einen neuen Guide, der am Anfang ein wenig überfordert wirkt, da er anscheinend nichts davon weiß, dass wir seine bereits eingespielte Gruppe bereichern werden. Im Laufe des Nachmittags stellt sich Milton, so der Name des Guides, dann allerdings als ein absoluter Glücksgriff heraus. Es ist wirklich unfassbar, was der Kerl alles über die Natur der Galapagos weiß und mit welcher Zielsicherheit er immer wieder Tiere aufspürt. Pinguine zum Beispiel, die faul auf einem Stein sitzen und vom Boot aus kaum zu sehen sind.

Pinguine! Pinguine! Pinguine!

Irgendwann ist dann endlich Schnorcheln an der Reihe. Ich habe vorher noch nie geschnorchelt und stelle mich entsprechend ein bisschen dämlich an. Die ersten paar Atemzüge bestehen daher auch vor allem aus Salzwasser. Also vielleicht erstmal über Wasser üben. Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen. Und immer durch den Mund. Gar nicht so schwer. Mal unter Wasser probieren. Klappt!

Als ich nochmal kurz auftauche gibt mir der Kapitän unseres Boots den Hinweis auf eine Wasserschildkröte. Geil! Kopf unter Wasser und los. Atmen geht plötzlich ganz von allein. Gut man klingt wie Darth Vader, aber egal. Wasserschildkröten sehen unter Wasser übrigens ziemlich cool aus. Ganz langsam gleiten sie dahin. Außerdem bewegen sie sich langsam genug, dass man ihnen folgen kann. Also folge ich der Schildkröte eine Weile. Ein überragendes Gefühl!

Irgendwann kommen noch Seelöwen dazu. Unter Wasser haben die noch weniger Berührungsängste als an Land. Immer wieder schwimmen sie auf mich zu. Und jedesmal wenn ich anfange hilflos mit den Armen zu rudern um nur ja nicht mit ihnen zusammenzustoßen drehen sie ab. Das sind mal 15, mal 10 und manchmal auch nur 5 Zentimeter. Einmal taucht einer durch meine Beine. Faszinierend und ein bisschen erschreckend gleichermaßen. Birte fasst das folgendermaßen zusammen: "Das mit den zwei Metern Abstand von der Natur ist ja schön und gut, aber was, wenn die Natur keine zwei Meter Abstand von uns hält?!"

Für noch etwa dreißig Minuten schwimmen wir mit den Seelöwen und den Schildkröten. Insgesamt befinden sich drei in der Bucht und es ist eine ganz ganz großartige Erfahrung. Als wir wieder aus dem Wasser steigen sind wir überwältigt von den Bildern unter Wasser und gleichzeitig völlig fertig. Ein großartiger Tag. 

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