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Galapagos Teil 2

Edit: Frau Schweizer von frauschweizer.de fragte in einer Blogparade nach dem schönsten Reiseerlebnis. Ich  muss gestehen, dass ich schon eine Weile überlegen musste welcher Beitrag mir selbst diesbezüglich am besten gefällt. Nach einigem Überlegen ist es dann dieser hier geworden (Hurra!), obwohl er schon etwas älter ist!

Kommt mir bekannt vor, aber ich weiß nicht woher...

Nachdem wir uns in Puerto Ayora eingerichtet haben, begeben wir uns als erstes zur Charles Darwin Station. Das ist gewissermaßen eine Aufzuchtstation für Riesenschildkröten. Der Panzer der Schildkröten ist am Anfang nämlich noch nicht hart genug um Feinden standzuhalten. Zu diesen Feinden zählen im Übrigen vor allem eingeschleppte Tierarten wie Hunde, Ratten und Katzen. Und am Anfang bedeutet 15 Jahre. Das ist schon eine Menge Holz. Außerdem gibt es anscheinend nicht nur eine Art von Riesenschildkröten, sondern offenbar Unterarten, die sich auf den einzelnen Inseln ausgebildet haben. Ein Besuch auf der Darwin Station ersetzt natürlich nicht den Nervenkitzel einer Beobachtung in freier Wildbahn, aber interessant ist es trotzdem. 

Auch Vögel sind auf den Galapagos ziemlich angstfrei unterwegs.

Bei einer kleinen Pause auf der Forschungsstation haben wir auch unsere erste Begegnung mit Darwin Finken. Während wir so dasitzen und eine Cola schlürfen, hüpfen etwa drei bis vier Finken und ein etwas größerer Vogel immer schön im Wechsel um uns herum. So zahm und zutraulich habe ich Vögel noch nie erlebt. Außerdem ist doch überraschend interessant, sich einen Singvogel mal aus der Nähe anzusehen.

Schildkröten auf der Darwin Station.

Nach unserem Besuch auf der Darwin Station suchen wir händeringend nach einem Platz zum Mittagessen. Als wir dann endlich einen finden, lässt das Essen (ein Chicken Sandwich) erst stundenlang auf sich warten und schmeckt dann auch noch ziemlich bescheiden. Blöd!

Nach der Enttäuschung mit dem Chicken Sandwich machen wir uns dann auf den Weg zur Tortuga Bay, die als einer der schönsten Strände der Welt gilt. Selbst einem wie mir, der sich in der Regel nur mühsam für Strände erwärmen kann gefällt es da. Zwei Kilometer schneeweißer Sandstrand an dem man aber leider nicht schwimmen darf. Strömungen.

Während wir den Strand entlang wandern beobachten wir einen kleinen (ca. 1,5 m) Hai, der im seichten Wasser seine Bahnen zieht. Urplötzlich zieht der Hai dann das Tempo an und jagt irgendwas. Faszinierend!

Im Übrigen ist schon der Weg zur Tortuga Bay ein kleines Highlight. Für etwa 40 Minuten (30 wenn Birte schnell zum Strand will), wandert man durch eine Mischung aus Wald, Gestrüpp und Kakteen. Überall am Wegesrand kann man wieder eine Menge Vögel beobachten. Nach einer Weile laufen wir auch allein und es ist unfassbar ruhig. Toll!

Tortuga Bay. Schön da.

Neben Haien und Sand gibt es an der Tortuga Bay auch Meerechsen. Sogar große. Später lerne ich, dass nämlich nur die Großen tatsächlich schwimmen gehen, während die kleineren die Ebbe abwarten und dann von den Algen futtern. Wir haben also Glück und sehen eine Meerechse ins Wasser waten. Irgendwie ist das spannend und grotesk zugleich. Ein Leguan hat ja nichts im Meer zu suchen oder?

Ziemlich cool ist es auch, wenn eine Meerechse niest und dabei eine Mischung aus Salz und Schnodder durch die Gegend prustet.

Meerechse. Sogar eine von den großen.

Wenn man noch ein Stück weiter läuft gelangt man zu einer sehr seichten von Mangroven umstandenen Bucht. Auf einer felsigen Anhöhe wachsen Kakteen. Kakteen am Strand. Das sieht aus wie auf einem anderen Planeten. Aber das denke ich auf den Galapagos sowieso dauernd. Die Vegatation und überhaupt die ganzen Inseln sind völlig anders, als ich sie mir vorgestellt habe. Überall Lavagestein und dazwischen dann doch immer wieder weiße Sandstrände. Und eben überall Tiere.

An diesem zweiten Strand darf man dann im Übrigen sogar schwimmen und schnorcheln. Spontan streifen wir unsere Schwimmsachen über und planschen ein bisschen. Das Wasser ist nicht kalt aber erfrischend. Aaah herrlich. Leider können wir nicht mehr allzu lange bleiben, denn um 6 Uhr wird das Tor zum Strand verschlossen. Aber so gegen sechs wird's ja auch schon wieder dunkel. Also Rückmarsch.

Links Mangroven, rechts Mangroven, in der Mitte Strand.


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