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Man muss sich auch aufregen dürfen

So jetzt ist es soweit. Ich werde mich jetzt mal so richtig über das Hostel Bambu in Foz do Iguacu aufregen. Habe ich ja versprochen. 
Das Hostel Bambu liegt relative zentral, aber eigentlich liegt in Foz do Iguacu alles relativ zentral. Außer den sehr sehr teuren Hotels mit Blick auf die Fälle natürlich. Der erste Eindruck ist auch ganz ansprechend. Es gibt Internet, Duschen, Toiletten, Etagenbetten und was man in Hostels halt sonst noch so vorfindet. Alles einfach, aber zweckmäßig. Dafür kostet es aber auch kein 10 EUR pro Nacht mit Frühstück. Geschenkt eigentlich. Englisch wird auch noch gesprochen und an der Wand hängt ein Zertifikat für das beste Hostel in Brasilien. Alles richtig gemacht. 
Dann allerdings begehe ich einen folgenschweren Fehler: Ich buche ein vom Hostel organisiertes Shuttle, dass ich mich für 25 Real zum Nationalpark fährt und für den gleichen Preis auch wieder von dort abholt. Der Fehler besteht allerdings nicht in der Benutzung des Shuttles, sondern darin vorher nicht wikitravel konsultiert zu haben. Faustregel: Immer erst wikitravel checken!
Da entdecke ich nämlich später nämlich, dass Linienbusse ganz regulär zum Nationalpark fahren. Im Halbstundentakt oder so (Fahrpläne sind eher sowas wie gutgemeinte Ratschläge). Aber egal, denn eine Bufahrt zum Nationalpark kostet gerade mal lächerliche 2,50 Real (laut wikitravel). Das ist ein verdammtes Zehntel von dem was das Shuttle kassiert. Halsabschneider!
Überhaupt versucht das Hostel mir permanent irgendwelche Touren anzudrehen. Was soll der Quatsch? Ich weiß es gibt Leute die gerne Touren buchen und manchmal mache ich das ja auch, aber warum versucht man mir dreimal am Tag eine Tour auf die argentinische Seite zu verkaufen? Zweimal nein sagen muss doch reichen!
Das Hostel macht auch groß damit Werbung, dass es einem beim Buchen von Bussen nach Asuncion und sonstwo behilflich sein kann. Das ist dann direkt der nächste Reinfall. Der einzige Bus den, sie für mich buchen können fährt um 1 Uhr nachts. Dafür aber mit Shuttle. Am Busterminal bietet jede zweite Firma Busse nach Paraguay an. Halten die mich für bescheuert?
Als ich dann reichlich angefressen beschließe auf eigene Faust loszuziehen muss ich sogar noch 15 Minuten diskutieren, damit man mir sagt auf welcher Straßenseite der Bus nach Paraguay abfährt. Ich könne den Bus doch auch im Hostel buchen. Mit Shuttle, das sei viiiiel bequemer. Und teurer. Allein das Shuttle kostet 20 Real. Für's Taxi habe ich bei der Anreise 12 bezahlt! Und offensichtlich wollen die nicht verstehen, dass ich einfach keinen Bock habe um 1 Uhr nachts mit dem Bus zu fahren.
Ein anderes Thema ist die Sauberkeit. Der Schwamm in der Hostelküche sieht am ersten Tag schon so aus, als könne er mal gewechselt werden und sein Zustand bessert sich während des Aufenthaltes auch nicht. Man bekommt quasi Durchfall nur vom Anschauen des Schwamms. Bäh! Ich sehe ein, dass ein Hostel nichts dafür kann, wie sich die Gäste benehmen, aber es kann für saubere Schwämme sorgen!
Am zweiten Abend gibt es im Hostel ein BBQ. Steak über dem offenen Feuer gegrillt. Ich finde den Schwamm aber so eklig, dass ich auf keinen Fall von einem Teller essen möchte, der damit gespült wurde. Oder noch schlimmer: Sich eine Gabel in den Mund stecken. Also stapfe ich bockig zu McDonald's. Das sagt eigentlich alles.

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