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Es werden Posts vom Juli, 2013 angezeigt.

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John ist an allem Schuld!

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Etwa zwei Stunden von Cuenca entfernt – zweieinhalb wenn John dabei ist - liegt Ingapirca. Dabei handelt es sich um die bedeutendste archäologische Stätte von ganz Ecuador. Hier waren die Inka am Werk. Von Cuenca aus gehen zweimal am Tag Busse dorthin und laut Reiseführer auch zweimal am Tag wieder zurück. Man bezahlt 2,50 $, setzt sich in einen Bus und schon geht die Reise los. Unterwegs die obligatorischen Stopps. Allerhand Volk steigt ein und aus und fliegende Händler bieten ihre Waren feil. Je näher man Ingapirca allerdings kommt, desto größer wird der Anteil an Touristen im Bus. Dieser verfügt natürlich über keine Toilette, was dazu führt, dass John, ein irgendwie spackig aussehender US-Amerikaner, nach zwei Stunden seinen großen Auftritt hat. Am letzten planmäßigen Halt vor Ingapirca springt er aus dem Bus, der daraufhin einfach noch eine Runde um den Pudding dreht. Verwirrung im Bus. Wo ist John? Der ist offensichtlich aus- aber nicht wieder eingestiegen. Ach, du liebe Güte! Abe…

Nach oben, nach Cuenca

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Wenn man hinter Guayaquil scharf links abbiegt und dann eine Stunde bergauf und 15 Minuten bergab fährt, gelangt man nach Cuenca. Da diese Strecke früh am Mogen am Schönsten ist, sind wir sogar um 4 Uhr aufgestanden. Mit einem Kleinbus geht es dann raus aus Guayaquil und vorbei an scheinbar unendlichen Bananenplantagen. Und dann eben scharf links und bergauf. Klimazonen im Schnelldurchlauf. Erst Dschungel. Sehr pittoresk, wie sich die Wolken in dem satten Grün der Bäume verfangen. Und weiter geht's. Höher immer höher. Bis es irgendwann aussieht wie im Harz. Aber hier ist immer noch nicht Schluss. Es geht noch höher. So jetzt sieht die Landschaft endgültig aus wie in Skandinavien. Außerdem fängt der Luftdruck an Effekte zu machen. Eine Pillendose poppt auf. Flüssigkeiten werden aus ihren Behältern gedrückt und sauen meinen Rucksack ein. Na großartig! Aber hier ist immer noch nicht Schluss. Erst als die Baumgrenze, oder das was ich dafür halte, längst passiert ist, haben wir die Pa…

Austauschschüler... mit 31

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Laut neuesten Erkenntnissen der Verhaltenforschung soll der gebildete Mensch vor allem eines: Reflektieren. Und zwar möglichst nicht nur Licht, sondern über sich selbst, sein Verhalten, sein Leben und überhaupt. Demnach ist es also an der Zeit, einmal ausführlich über meinen Aufenthalt in Guayaquil zu reflektieren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Guayaquil nicht die schönste Stadt in Ecuador ist. Es ist eine moderne Küstenstadt mit ein paar Bauten im Kolonialstil in der Innenstadt. Dennoch war mein Aufenthalt in Guayaquil eines der spannensten Erlebnisse in meinem Leben. Der geneigte Leser fragt sich jetzt: Wie kann das nun wieder angehen? Ganz einfach: In Guayaquil habe ich Tage erlebt die denen eines Austauschschülers sicherlich nicht unähnlich sind.  Zum großen Teil verdanke ich das zwei Menschen, denen ich für ihre schier unfassbare Gastfreundschaft sehr dankbar bin: Josè Leon (mein Gastvater) und Pily Estrada (meine Gastmutter). Die beiden haben mit unermüdlichem Einsatz …

Endlich wieder Fußball!

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Fußball in Ecuador ist anders. Aber nur ein bisschen. Zum Beispiel wird auch hier mit 11 gegen 11 gespielt, nicht immer bis zum Ende, aber immerhin. Etwas anders ist zum Beispiel das Ticketing. Das besteht im wesentlichen aus fliegenden Händlern, die vorm Stadion auf und ab laufen und Tribuna, Tribuna rufen. Denen drückt man dann fünf Dollar in die Hand und kann dafür ins Stadion. Emelec gegen Independiente. Gegengerade.

Das Stadion sieht aus wie viele Stadien auf der Welt, nur eben ein bisschen älter. Nachdem wir uns Plätze gesucht haben, wird mir erklärt früher hätte es hier auch Sitzschalen gegeben, aber die hätte Stadtrivale Barcelona bei der letzten Niederlage samt und sonders entfernt. Soso. Komplett eingezäunt sind wir auch. Mir ein Spiel durch ein Gitter anzuschauen ist tatsächlich ziemlich ungewohnt.


 Vor dem Spiel laufen allerhand Händler durch die Reihen und verkaufen Erdnüsse, Eis, Cola und sogar Bier. Obwohl Sonntag ist. Der Fußball hat eigene Gesetze (nen Fünfer ins Phr…

Bananen und Blutwurst

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Es tut mir schon beinahe leid, dass es schon wieder ums Essen geht, aber die Küche in Ecuador ist mir tatsächlich einen Post wert. Und: Keine Angst, Meerschweinchen kommen nicht vor. Vor allem unterscheidet sich das Essen hier deutlich, von der doch sehr von Fleisch dominierten Küche in Rio und Buenos Aires.  Guayaquil liegt am Meer, was bedeutet, dass es natürlich eine große Auswahl an Meeresfrüchten gibt. Da ist zum Beispiel Ceviche, eine traditionelle Suppe mit Fisch oder Meeresfrüchten. Allerdings wird Ceviche kalt serviert, was zum großen Teil dem heißen Klima in Guayaquil geschuldet ist. Ceviche ist wirklich sehr gut.

Und dann wären da natürlich noch Bananen. Allerdings nicht die süßen gelben nach DIN-Norm gebogenen Dinger aus Deutschland, sondern grüne Bananen, roh angeblich nicht genießbar. Was man aus diesen grünen Bananen alles machen kann ist sensationell. Man kann sie natürlich frittiern und mit einem Frischkäse, der Ähnlichkeit mit Ricotta hat, servieren. Oder man kann C…

Mit David Guetta in Guayaquil

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Nach der einigermaßen anstrengenden Reiserei beginnt mein erster Tag in Guayaquil völlig entspannt. Ausschlafen. Frühstücken Einkaufen. Auch sonst passiert den Tag über wenig. Josè mein Gastgeber muss arbeiten und das gibt mir Zeit ein bisschen am Design des Blogs zu schrauben.  Abends geht es dann auf eine Party. Roberto, ein guter Freund von Josè feiert seinen dreißigsten Geburtstag. Die Party steigt auf einer Dachterrasse mit unglaublichem Rundumblick über Guayaquil. Bier gibt's keins, dafür aber jede Menge Schnaps. Das kann ja heiter werden. 

Javier
Nach ein paar Gläsern braunem Schnap komme ich über Josè mit einem Typen ins Gespräch der Javier heißt. Javier ist, wie sich rausstellt ein Berater des Vizepräsidenten. Javiers Englisch hat in etwa die Qualität meines Spanisch und so muss Josè dolmetschen. Aus dem Gespräche lerne ich eine Menge. Das Interessanteste ist wohl die Geschichte über den Yasunì Nationalpark, ein Regenwaldgebiet am Amazonas. Laut Josè, und wikipedia best…

Man muss sich auch aufregen dürfen

So jetzt ist es soweit. Ich werde mich jetzt mal so richtig über das Hostel Bambu in Foz do Iguacu aufregen. Habe ich ja versprochen.  Das Hostel Bambu liegt relative zentral, aber eigentlich liegt in Foz do Iguacu alles relativ zentral. Außer den sehr sehr teuren Hotels mit Blick auf die Fälle natürlich. Der erste Eindruck ist auch ganz ansprechend. Es gibt Internet, Duschen, Toiletten, Etagenbetten und was man in Hostels halt sonst noch so vorfindet. Alles einfach, aber zweckmäßig. Dafür kostet es aber auch kein 10 EUR pro Nacht mit Frühstück. Geschenkt eigentlich. Englisch wird auch noch gesprochen und an der Wand hängt ein Zertifikat für das beste Hostel in Brasilien. Alles richtig gemacht.  Dann allerdings begehe ich einen folgenschweren Fehler: Ich buche ein vom Hostel organisiertes Shuttle, dass ich mich für 25 Real zum Nationalpark fährt und für den gleichen Preis auch wieder von dort abholt. Der Fehler besteht allerdings nicht in der Benutzung des Shuttles, sondern darin vor…

San Martin, San Martin

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Morgens beim Aufstehen hat Scott schon wieder eine neues Opfer gefunden und verzapft im wesentlichen die gleiche Leier wie gestern. Naja egal, beschäftigt tun und weg. Das erste Ziel des Tages ist das naturhistorische Museum, das etwas außerhalb liegt und lächerliche 10 Peso Eintritt kostet. Dafür gibt es allerdings auch keine echten Highlights. Es gibt die für diese Art Museum übliche Mischung aus prähistorischen und zeitgenössischen Tieren. Tot und wohlpräpariert versteht sich. Die Schädel verschiedener Wale sind ganz interessant (und ganz schön groß).

Buenos Dias Argentina!

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Nach einer durchwachten Nacht am Flughafen von Asuncion empfängt mich Buenos Aires mit Raureif und einer anständigen Portion Bodennebel. Über allem eine irgendwie bleiche Sonne. Winter im Juli. Fühlt sich komisch an. Nachdem ich im Hostel eingecheckt habe, begebe ich mich als erstes in die Avenida Florida. Ich muss Geld tauschen. Hoffentlich nehmen die meine Guarani überhaupt an. Auf der Avenida Florida, im wesentlichen eine sehr lange und sehr volle Einkaufsstraße, prostituieren sich Geldwechsler. Ihr Schlachtruf: Dollar, Real, Cambio, Cambio, Cambio!

Wie ich dann doch noch was Interessantes entdeckte

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Man kann sich lange Vorreden sparen: Asuncion sieht im Hellen auch nicht besser aus, als in der Dämmerung. Immerhin sind dann aber Menschen auf der Straße und man kann sich aus dem Hotel trauen. Das habe ich dann auch gemacht, wobei es darüber nicht viel zu berichten gibt, weshalb der post auch eher eine Sammlung von einzelnen Fundstücken darstellt.
Das Zentrum besteht aus eigentlich hübschen Bauten im Kolonialstil. Leider völlig abgeranzt. Die wenigen Gebäude, die ganz ordentlich aussehen sind fast alle in der Hand großer Ketten. McDonald's. Burger King. TGI Fridays. Das ist insofern gut, als das diese Läden sauber sind und man dort ohne die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung essen kann. Gegenüber vom Hotel befindet sich ein mall und in dieser mall befindet sich das Astroland. Das ist eine Old School Spielhalle mit großartigen alten Spielautomaten wie Street Fighter 2 und Ms. Pacman. Es gibt aber auch neuere pädagogisch wertvolle Spiele. Seek & Destroy zum Beispiel.

Wie ich einen veritablen Kulturschock erlitt

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Nach dem einfachen Prozedere an der brasilianisch-argentinischen Grenze beschloss ich meinen Weg nach Asuncion in Paraguay ebenfalls mit einem Linienbus fortzusetzen. Bus zum Terminal genommen und dort nach einem kurzen Sprint in den Bus nach Ciudad del Este in Paraguay gestiegen. Alles kein Problem eigentlich. Eigentlich. Die Rechnung hatte ich in diesem Fall nämlich ohne die Brasilianer gemacht, die über die Grenze fluten, als gäbe es auf der anderen Seite was umsonst. Stau. Immer wieder hält der Bus und sammelt weitere Fahrgäste ein, die uns einfach mal so ranwinken. Irgendwann erreichen wir dann doch die brasilianischen Kontrollen und ich muss aussteigen um mir meinen Stempel zu holen. Aufgrund des großen Andrangs sind die Behörden hier schon nicht mehr ganz so entspannt, aber ich bekomme ohne Probleme meinen Stempel. Etwa 20 Minuten später schnappe ich mir den nächsten Bus und weiter geht’s nach Paraguay. An den Kontrollen dort hält der Bus natürlich nicht. Warum sollte erauch? Di…

Wie ich nach Argentinien rübermachte

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Die Mitarbeiter in meinem Hostel wurden und wurden nicht müde zu betonen, man müsse unbedingt beide Seiten der Wasserfälle gesehen haben, weil beide Seiten einander ergänzen würden. Das diente natürlich nur dazu, mir für 40 EUR eine Tour anzudrehen, bei der ich dann den ganzen Tag mit anderen Europäern in einem Van gehockt hätte. Na Dankeschön!
Wenn man das Internet bedienen kann ist es allerdings keine große Herausforderung, diese Tour selbst zu organisieren und spannender ist es auch. Man steigt einfach in einen Bus der groß mit "Argentina" beschriftet ist, bezahlt 1,25 EUR und los gehts. Man juckelt in einem alterschwachen Bus ein bisschen durch die Gegend, wobei der Bus seine Federung bei jedem Huckel voll ausnutzen muss. Naja, auf die Weise setzen die Federn wenigstens keinen Rost an.

Wie ich bis fast zum Ende des Regenbogens lief

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Bislang zählten die Niagarafälle zum Beeindruckensten, das ich in meinem Leben gesehen habe. Gegen die Wasserfälle von Iguacu, sind die Niagarafälle allerdings eher sowas wie ein ... Aber halt! Ich greife vor. Als ich nach unruhiger Nacht mein Hostel bezogen hatte, hieß die Frage: Was tun mit dem Tag? Schnell war allerdngs klar, dass ich mir noch am selben Tag die brasilianische Seite der Wasserfälle anschauen würde. Auf die Frage, wie man denn am besten zu den Fällen komme, bot man mir im Hostel einen Shuttlebus an. Nun gut. Ich werde mich an geeigneter Stelle ausgiebig darüber aufregen. Versprochen.

Das Shuttle setzte mich am Eingang zum Nationalpark ab und nachdem eine Zeit zur Rückkehr festgelegt worden war, stiefelte ich los. Schnell den Eintritt bezahlt und auf einen der Busse gehüpft, die einen zu den Fällen bringen. Dort angekommen eröffnete sich mir der erste Blick auf die Wasserfälle. Faustregel: Fälle sehen von Brasilien aus, Fälle fühlen von Argentinien aus.
Erster Gedanke…

Der gute alte Ikarus 256

Der gute alte Ikarus 256, die Älteren werden sich erinnern, taugt immer ganz gut zum Vergeleich. Generell taugt die DDR ganz gut als Vergleich: Alles was komfortabler ist als die Deutsche Demokratische Republik ist akzeptabel. Einfache Faustregel. Aber der Reihe nach. Mein Bus verließ Rio pünktlich um 8 Uhr morgens. Vorbildlich. Was den Komfort anging, konnte die Fahrt meine durch das Internet gehobenen Erwartungen nicht erfüllen. Wie gesagt in etwa so komfortabel wie ein Ikarus 256, allerdings mit mehr Beinfreiheit und Sitzen die man tatsächlich ziemlich nach hinten klappen kann.
Und mit Klimaanlage. Allerdings diente die vornehmlich als Flusenschleuder. Zumindest zeitweise. Egal. Augen zu und durch. Wie der Brasilianer überhaupt sobald er im Bus sitzt die Augen zu macht und schläft. Was soll er auch machen? Um 19 Uhr wird's ja dunkel und das "Leselicht" im Bus fällt eher in die Kategorie Funzel. Also schnarcht pünktlich um 20 Uhr eine ganze Busladung Brasilianer fried…

Bye, bye Copacabana

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Nach aufregenden Tagen in Rio neigt sich meine Zeit in Copacabana langsam dem Ende. Auch wenn das Hotelzimmer wahnsinnig laut war und das Wetter nicht immer nur großartig, ein bisschen vermissen werde ich es schon. Abends erst eine Riesenportion Fleisch vertilgen und sich dann in einer Strandbar einen Eimer mit Eis und 5 Dosen Bier hinstellen lassen. Was will man eigentlich noch?


Nach Iguacu zum Beispiel. Seit ich angefangen habe diese Reise zu planen war Iguacu immer ein zentraler Bestandteil und dann natürlich weiter nach Argentinien und dann nach Ecuador. Alte Freunde treffen. Auf eine Hochzeit gehen.... Vermutlich bin ich der einzige Backpacker weltweit der mit einem Anzug im Rucksack reist. Barney Stinson lässt grüßen.


Wie man's auch dreht und wendet: Es war super in Rio, aber ich muss weiter. Es gibt einfach noch zu viel zu sehen auf diesem Kontinent. Abschied von Rio. Ein emotionaler, ein bewegender Moment. Sportreporter sagen dann immer: "Ich lass sie mit den Bilde…

Wie ich den Passierschein A 38 erwarb

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­In Brasilien ist alles kompliziert: Einkaufen ist kompliziert. Wechselgeld bekommen ist kompliziert. Und ein Busticket kaufen ist sehr kompliziert. Dabei ist alles ganz einfach: Ich will nur am Mittwoch mit dem Bus von Rio nach Foz de Iguacu fahren. Dafür brauche ich ein Ticket. Das kann man online bestellen, wenn man sich denn traut. Dafür muss man nur seine Kreditkartendaten in Felder eintragen, die ausschließlich in Portugiesisch beschriftet sind. Äh... nö!
Also anders. Ticket bar bezahlen.

Eine Odyssee in Copacabana
Als erstes habe ich mal an der Hotel Rezeption gefragt, wo man mir eine Touristenagentur empfahl, die ganz in der Nähe sei und mir vielleicht helfen könne usw. Also Schlappen an und zur Agentur gelaufen. Dort wurde ich immerhin verstanden, sehr gutes Englisch, das muss man den beiden lassen. Allerdings, hieß es, könne man mir nicht helfen, aber da und da sei eine andere Agentur und die verkaufe Bustickets für alle Busunternehmen und das würde nur einen Real kosten und ü…

Mein Besuch bei Jesus

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Der Corcovado mit der Christus Statue ist zusammen mit dem Zuckerhut und den Stränden von Copacabana und Ipanema sicherlich DAS Wahrzeichen von Rio. Außerdem ist er eines der sieben Weltwunder der Moderne, ein Status, der hier in Rio natürlich maximal ausgenutzt wird. Und man kann ja dann auch fast nicht anders, als sich anschließen und einfach mal hinfahren und runtergucken.
Früher gab es nur die Möglichkeit mit der Zahnradbahn hinauf auf den Corcovado zu fahren, heute gibt es eine zweite. Ab Lago de Marchado, das man bequem per Metro erreichen kann fahren alle paar Minuten Kleinbusse auf den Berg. Das kostet 45 R$, inklusive Eintritt zur Statue. Die Bahn ist auch nicht billiger, zumindest nicht viel und man spart sich die lästige Frage, wie man denn eigentlich hinkommen soll zum Bahnhof, der schon auf halber Höhe liegt. 

Wenn man oben ist, und man muss sagen, dass die Fahrer der Kleinbusse sich für  brasilianische Verhältnisse außerordentlich vorsichtig durch den Verkehr bewegen…

Deutsche Tugenden

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Deutsche Tugenden, was ist das eigentlich? Kinder fragen, ich antworte. Neben im Morgengrauen das Handtuch auf der Sonnenliege platzieren und über das Wetter (zu heiß, zu kalt, wie zuhause) meckern, gehört Drängeln in öffentlichen Verkehrsmitteln unbedingt dazu.
Niemals, aber wirklich niemals erst jemanden aussteigen lassen! Wie oft hat man schon gehört, dass eine Bahn abgefahren ist, ohne dass alle einsteigen konnten? Eben.
Was das Drängeln in der Bahn angeht: Das scheint ein echter Exportschlager zu sein. Auch die Brasilianer, zumindest die in Rio, drängeln auf  Teufel komm raus.
Naja und dann sind da noch andere, ältere und inzwischen verpöhnte Tugenden (siehe Bild). Nett grüßen zum Beispiel. Wobei das in der Metro von Rio nur im Notfall durchzuführen ist. Ob's hilft? Ich weiß es nicht. Den Ivan hat's jedenfalls nicht aufgehalten.

Rio: Erste Eindrücke

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Mein erster Eindruck von Rio? Also wirklich der Allerallererste? Schummrig. Wackelig auf den Beinen. Völlig klar eigentlich: Südhalkugel. Dreht sich entgegengesetzt zur Nordhalbkugel. aber man gewöhnt sich relativ schnell dran.
Und sonst: Todesmutige Motorradfahrer, die zwischen mittlerer und linker Spur eine Motorradspur aufmachen. Inoffiziell natürlich aber manche immerhin mit Helm.
Morgens um sieben ist die Welt zwar noch in Ordnung, aber dafür kommt man dann nicht ins Hotelzimmer. Dafür aber ab an den Strand von Copacabana und zwei Stunden in den Sand gesetzt und in die Wellen geguckt. Ich bin mir unsicher ob der ältere Herr aus den 1,7 m hohen Wellen wieder heraus kam. Kann aber auch sein, dass ich eingeschlafen bin.
 Gegen nachmittag dann wieder an den Strand. Der Liter Bier kostet in den Strandbars keine 3 Euro.
Sensationell!!!
Außerdem habe ich noch keinen Strand mit derartig vielen Fußballtoren gesehen. Über die gesamte Länge 3 Felder nebeneinander, übereinander (durcheina…