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Das am wenigsten nützliche Gepäckstück

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Immer dabei, andauernd genutzt: Der Reiseführer. Nützliches Hilfsmittel bei Reisen in ferne Länder. Nicht so bei uns. Warum sich unsere Ausgabe Lonely Planet - Ecuador und Galapagosinseln als nutzloser Ballast entpuppte.

Zugegeben: Ein wenig euphorisch waren wir schon, als unser Reiseführer Marke Lonely Planet plötzlich in unserer Post auftauchte. Wir hatten mit der Ausgabe zu den USA gute Erfahrungen gemacht und uns deshalb für ein Buch aus ebendieser Reihe entschieden. Zusätzliche Zuversicht (man beachte die Alliteration!) verlieh die Tatsache, dass es sich um eine brandneue Auflage vom Dezember 2012 handelte. Auf dem Buchrücken prangte dann auch noch ein Angebersticker, der behauptete das Buch sei komplett neu recherchiert. Ausgerüstet mit einer solchen Wunderwaffe der modernen Reiseliteratur konnte ja eigentlich nichts schief gehen. Pah, von wegen!  Der erste Hinweis
Den ersten Hinweis auf die tatsächliche Nutzlosigkeit dieses Reiseführers bekamen wir schon am ersten Tag in Guaya…

Kharmapunkte

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Nach unserem Ausflug zu den Riesen der Meere beschließen wir den Nachmittag mit einem klassischen Strandspaziergang zu verbringen. Von unserem Hotel aus laufen wir in Richtung Olòn, das unserer Einschätzung nach ein bisschen größer sein müsste als San Josè. Bereits auf dem Hinweg beobachten wir eine Gruppe Männer, die mit einem Netz bewaffnet größere und kleinere Meeresbewohner aus der Brandung fischt.  Nach einer Weile erspähen wir mehrere Seesterne, die einen noch ziemlich lebendigen Eindruck machen und einfach so am Strand herumliegen. So in der Gruppe sehen sie aus, als wären sie achtlos weggeworfen worden. Wahrscheinlich Beifang. Ich weiß auch nicht warum - anscheinend habe ich einen mitleidigen Tag - aber ich sammele die Seesterne auf und werfe sie zurück ins Wasser. Birte unterstützt mich dabei. Nachdem ich am Abend vorher in unserem Zimmer einige Spinnen erledigt habe, kann ich die zusätzlichen Kharmapunkte sicher ganz gut gebrauchen. Man weiß ja nie.  Der Besuch in Olòn verl…

Auf der Suche nach dem Wal

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Ein Whale Watching Tour von Puerto Lopez aus kostet 35 $. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, denn in anderen Gegenden der Welt bezahlt man dafür das Dreifache. Mindestens. Klar das wir uns das nicht entgehen lassen und so geht's ziemlich direkt nach dem Frühstück rüber nach Puerto Lopez. Dort angekommen heißt es dann allerdings erst einmal warten. Der Rest der Gruppe die mit auf's Boot soll ist noch nicht da. Ebensowenig der Guide. Ich habe es schonmal gesagt und ich sage es wieder: Eine organisierte Tour in Ecuador ist vor allem organisiertes Chaos.


Anstatt jedoch blöde an auf dem Pier herumzustehen, inspizieren wir mal den Fischmarkt von Puerto Lopez, wo die kleinen Boote - also wirklich klein - gerade allerhand Fisch anlanden. Einige der Arten erkenne ich sogar (Thun- und Schwertfisch), aber auch einige Haiarten enden blutig am Strand. Dabei frage ich mich vor allem, ob es sich bei den Tieren um unerwünschten Beifang handelt, oder ob sie tatsächlich geges…

Wale vor der Haustür

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Habe ich erwähnt das gerade Paarungszeit für Buckelwale ist? Nein? Schande über mich. Es ist übrigens gerade Paarungszeit für Buckelwale. Aus diesem Grund versammeln sich vor allem im Juli und August tausende dieser Tiere vor der ecuadorianischen Küste.  Auch für uns Grund genug uns zum Abschluss unserer Reise noch einmal an die Küste zu begeben. Zum Ausspannen, denn in den vergangenen Wochen haben wir viel unternommen und noch mehr gesehen. Zeit sich für zwei, drei Tage in eine Hängematte zu legen und die Seele baumeln zu lassen. Sollten wir dabei auch noch einen Wal sehen umso schöner. Die Fahrt von Quito nach San Josè gestaltet sich allerdings schwierig, denn es gibt keinen direkten Bus dorthin. Selbst in das einigermaßen in der Nähe gelegene Puerto Lopez gibt es nur einen Nachtbus. Die sollten allerdings gemieden werden, da es in der jüngeren Vergangenheit häufiger mal zu Überfällen auf Nachtbusse kam. Das funktioniert dann wohl im Stile einer Straßensperre. Bus anhalten, alle ra…

Fluoreszenz und Schokolade

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Tag drei in Quito. Wir haben uns ganz dreist einen privaten Führer geleistet, um die Quilotoa Karterlagune mal ein wenig genauer in Augenschein zu nehmen. Jaja schon klar, Dekadenz und so. Der private Führer... vielleicht sollte ich Guide schreiben? Aber das ist dann fürchterliches Denglisch. Will man das... Jedenfalls, es kostet im Vergleich zu einer Gruppenreise nur 20 $ mehr pro Person. Wir finden das akzeptabel, denn auf diese Weise erspart man sich Stopps auf Kunsthandwerksmärkten und erzwungene Interaktion mit indigenen Familien. Die Quilotoa Lagune liegt etwa drei Autostunden südlich von Quito auf einer Höhe von 3200 m. Der Rand des Kraters liegt auf 3800 m. Wonach klingt das? Richtig! Herzrasen, Atemnot, Lungenembolie.  Bevor wir jedoch zum Krater hinab steigen, geht es erst einmal die Straße der Vulkane entlang. Humboldt lässt grüßen. Der Cotopaxi hat offenbar gute Laune und winkt uns zu, als wir Quito verlassen. Wir passieren noch eine ganze Reihe weiterer Vulkane, ehe wir…

Das Dach und die Mitte

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Der zweite Tag in Quito startet mit einem herzhaften Frühstück, serviert von einem Kellner der Kategorie bemüht aber unfähig. Anschließend geht es auf den Telefriquo einen 4100 m hohen Gipfel vor den Toren von Quito. Ich glaube man kann den Weg auch laufen, aber wir sind im Endeffekt doch ganz froh, dass es eine Seilbahn gibt. Allerdings sind die Gondeln Made in France, was mein Vertrauen in das Produkt nicht unbedingt erhöht. Nach einem doch recht steilen Aufstieg erreichen wir nach etwa 20 Minuten den Gipfel. Oben angekommen entdecken wir als erstes einen Hund. Birte ist nach wie vor felsenfest davon überzeugt, dass das Tier echt ist. Ich nicht. Sauerstoffmangel und so. Man kennt das. Ansonsten pumpen wir erst einmal kräftig durch. 4100 m ist echt kein Pappenstiel mehr. Solange das Terrain eben ist, geht es ja noch, aber bergauf ist es eine echte Qual. Vom Treppensteigen will ich gar nicht reden. Mir wird ganz blümerant, wenn ich nur dran denke.  Dafür ist die Aussicht auf Quito un…

Ein Hauch von Höhenkrankheit

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Nach drei Tagen siechem Dahinwegetieren geht es über Guayaquil nach Quito. Um ein wenig Zeit zu sparen entscheiden wir uns für das Flugzeug. Mal zum Vergleich: Mit dem Bus benötigt man für die Strecke acht bin neun Stunden, mit dem Flugzeug schafft man es in einer.  Beim Aussteigen aus dem Flieger dann erstmal: Huih, das dreht sich aber hier. Klarer Fall von Höhenkrankheit. Davon habe ich zwar gehört, aber man glaubt's ja immer erst wenn man's hat.  Als wir ein Taxi zu unserem Hotel nehmen wollen staunen wir nicht schlecht über den saftigen Preis von 24 $. Angepisst steigen wir aus und stapfen erstmal zur Information. Ja, an Quitos Flughafen gibt es einen Info-Stand für Touristen. Wahnsinn. Da erklärt man uns dann allerdings, die Taxis hätten für die Fahrten nach Quito feste Preise, da könne man nichts machen. Außerdem dauere die Fahrt 50 bis 60 Minuten. Je nach Verkehr.  Wie bitte?! Ja erklärt man uns, jetzt mit Hilfe einer Karte, man sei hier und Quito da drüben. Aha, wir b…

Wenn Mutter Natur ein Schwimmbecken aushebt...

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Tag fünf auf den Galapagos. Wir starten den Tag mit der morgendlichen Saftlotterie. Kennt ihr nicht? Gut dann werde ich das mal kurz beschreiben. In vielen, vielen Hotels weltweit gibt es morgens standardmäßig Orangensaft. Sollte mal mehr als eine Sorte Saft zur Auswahl stehen, sind die einzelnen Behältnisse sorgsam beschriftet, aber auch sonst kann man Apfel-, Orangen- und Multivitaminsaft eigentlich ganz gut unterscheiden.

Nun gut, jetzt sind wir aber in Ecuador. Hier wächst alles. Und wenn ich sage alles, meine ich wirklich alles. Und es wächst immer. Das führt dazu das morgens im Hotel einfach mal ein, zwei Kilo Früchte in den Mixer geworfen und dem Kunden (also uns) serviert werden. Orangensaft ist das selten und beschriftet sind die Kannen eigentlich auch nie. Dementsprechend gilt es jeden Morgen anhand der Farbe des Saftes auf die Ursprungsfrucht zu schließen (Ein inverses Problem!).

Und was wir da nicht schon alles hatten: Erdbeer, Brombeer, Tomate, Maracuja, Orange, Papaya, …

Noch mehr Schildkröten

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Tag vier auf den Galapagos startet mit einem Quartierwechsel, einem leckeren Frühstück und einer irgendwie ermüdenden Diskussion, was denn nun zu tun sei mit einem solchen Tag. Da ist man schon an einem der aufregendsten Orte der Welt und kann sich nicht entscheiden. Schließlich entschließen wir uns Mountainbikes zu leihen, um auf diese Weise das Innere der Insel ein wenig näher zu erkunden. Kaum sind wir aus Puerto Ayora raus, stellen wir allerdings fest, dass weder wir noch die Räder für eine mehrstündige Bergauffahrt taugen. Kurzerhand stoppen wir ein Taxi und freuen uns über die Tatsache, dass alle Taxis auf den Inseln Pick-ups sind. Also Fahrräder hinten drauf und sich ganz bequem den Berg hoch fahren lassen.

Oben angekommen lassen wir uns an einem Abzweig zu Lavahöhlen absetzen und beginnen mit einer Downhillfahrt einen Feldweg hinab. Peinlich wie oft ich hier bremse. Früher habe ich auf solchen Straßen noch kräftig in die Pedale getreten und habe jeden Huckel zu einem Sprung g…

Galapagos Teil 3

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Um auch mal runter zu kommen von Santa Cruz haben wir eine Tour nach Isabela, der westlichsten der Inseln, gebucht. Diese organisierte Tour sollte in erster Linie eines, nämlich uns einen Eindruck von Isabla vermitteln und zwar ohne den Stress alles selbst organisieren zu müssen. Die Rechnung haben wir dann allerdings ohne den Wirt gemacht, denn eine organisierte Tour in Ecuador ist vor allem organisiertes Chaos.


Unsere Tour beginnt am Hafen von Santa Cruz, wo wir nicht etwa in Reisegruppen eingeteilt, sondern nach einem nicht erkennbaren System auf diverse Boote verladen. Mit denen geht's dann rüber nach Isabela. Die Wellen sind hoch, das Boot schaukelt, niemand übergibt sich. Es ist eine durchwachsene Überfahrt.

Drüben angekommen steht man dann erst einmal eine Weile dumm rum. Dann kommen Busse und verladen nach und nach einige der anderen Fahrgäste. Irgendwann ist dann außer uns und zwei Engländern auch fast keiner mehr übrig. Hm, was nun? Betrug?

Irgendwann kommt dann ein Tax…

Galapagos Teil 2

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Edit: Frau Schweizer von frauschweizer.de fragte in einer Blogparade nach dem schönsten Reiseerlebnis. Ich  muss gestehen, dass ich schon eine Weile überlegen musste welcher Beitrag mir selbst diesbezüglich am besten gefällt. Nach einigem Überlegen ist es dann dieser hier geworden (Hurra!), obwohl er schon etwas älter ist!

Nachdem wir uns in Puerto Ayora eingerichtet haben, begeben wir uns als erstes zur Charles Darwin Station. Das ist gewissermaßen eine Aufzuchtstation für Riesenschildkröten. Der Panzer der Schildkröten ist am Anfang nämlich noch nicht hart genug um Feinden standzuhalten. Zu diesen Feinden zählen im Übrigen vor allem eingeschleppte Tierarten wie Hunde, Ratten und Katzen. Und am Anfang bedeutet 15 Jahre. Das ist schon eine Menge Holz. Außerdem gibt es anscheinend nicht nur eine Art von Riesenschildkröten, sondern offenbar Unterarten, die sich auf den einzelnen Inseln ausgebildet haben. Ein Besuch auf der Darwin Station ersetzt natürlich nicht den Nervenkitzel einer Be…